Beitragsrückerstattungen in der privaten Krankenversicherung

PKV RückerstattungEine private Krankenversicherung bietet wesentlich mehr Leistungen als eine gesetzliche Krankenversicherung. Zudem fallen die Beiträge des Öfteren geringer aus. Dies sind die Hauptgründe, weshalb sich nicht nur Selbstständige, sondern auch Arbeitnehmer für eine private Krankenversicherung entscheiden, sobald sie die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten. Es gibt noch einen weiteren Punkt, den die PKV im Gegensatz zur GKV bietet: Beitragsrückerstattungen. Was dieser Begriff bedeutet und wie es funktioniert, erklären wir nachstehend:

Definition Beitragsrückerstattung

Wie der Name verrät, werden im Rahmen einer Beitragsrückerstattung Beiträge an den Versicherten zurückgezahlt. Dies geschieht in der Regel nur dann, wenn der Versicherte innerhalb eines Jahres keine Leistungen in Anspruch genommen hat. Ferner können nur Beiträge erstattet werden, wenn diese vorher bezahlt worden sind. In der Steuererklärung müssen dann abzugsfähige Beiträge um die Rückerstattung gemindert werden. Wie hoch eine Rückerstattung ausfällt, hängt maßgeblich vom gewählten Tarif  und von der Versicherungsgesellschaft ab. Eine Erstattung wird im Übrigen nicht nur bei einer Vollversicherung, sondern auch bei einer Zusatzversicherung gewährt. Die Höhe einer möglichen Rückerstattung erfahren Sie, wenn Sie verschiedene private Krankenversicherungen vergleichen (http://pkvrechneranonym.de). Auf diese Weise erhalten Sie einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Versicherungsgesellschaften.

Erfolgsunabhängige Rückerstattung

Die wenigsten Versicherungsgesellschaften bieten eine erfolgsunabhängige Rückerstattung an. In diesem Fall muss der Versicherte keine Leistungen gefordert haben und die Höhe der Rückerstattung wurde bereits bei Abschluss der privaten Krankenversicherung geregelt. In diesem Fall kann der Versicherte sehr gut abschätzen, ob es sinnvoll ist, Arztrechnungen überhaupt bei der Krankenkasse einzureichen. Die Beiträge für die private Krankenversicherung können bei der Steuererklärung als Sonderausgaben deklariert werden und so zu einer Steuerrückzahlung führen. Je nachdem, wie hoch die Beitragsrückerstattung und die Arztrechnungen sind, könnte es sich lohnen, die Arztrechnungen selbst zu zahlen – solange die Steuerrückzahlung und die Beitragsrückerstattung höher als die Arztrechnungen ausfallen.

Erfolgsabhängige Rückerstattung

Bei der erfolgsabhängigen Rückerstattung zahlen die privaten Krankenkassen nur dann eine Erstattung aus, wenn sie als Unternehmen einen Gewinn erwirtschaften konnte. Schließt das Geschäftsjahr nicht gut ab, dann sind sie nicht verpflichtet, Beiträge zurückzuzahlen. Selbst dann nicht, wenn der Versicherte keine Leistungen eingefordert hat. Einige Versicherungsgesellschaften zahlen trotz guter Bilanzen keine Rückerstattung aus. Stattdessen argumentieren Sie, dass die Beiträge stabil bleiben und trotz steigender Kosten nicht erhöht werden.

Eine Rückerstattung kann auf verschiedene Arten erfolgen. Entweder der Versicherte erhält eine einmalige Zahlung, der nächste Beitrag wird reduziert oder die Beiträge werden in Zukunft um einen geringen Betrag reduziert. Im Endeffekt erhält der Versicherte bei allen Varianten die gleiche Erstattung, nur die Art der Ausschüttung ist anders.